Herzlich Willkommen bei den Burgführern Hohenneuffen Die Burgführer Hohenneuffen gingen aus dem Kreis der Mitarbeiter des Stadtmuseums Neuffen hervor. Wir wollen das Geschichtsbewußtsein aller Bürger, auch der Kinder und Jugendlichen, wecken und fördern, indem wir die großartige Geschichte des Hohenneuffen bekannt machen durch Führungen, Veröffentlichungen, Ausstellungen, Exkursionen und Ähnliches.
Durch unsere Nachforschungen haben wir eine fast lückenlose Geschichte des Hohenneuffen erarbeitet, was sich u.a. im Buch von Walter Bär "Der Neuffen", in zahlreichen Schautafeln im Stadtmuseum Neuffen und in mehreren Artikeln für die örtliche und regionale Presse niedergeschlagen hat. | Impressionen (Hohen)Neuffen |
Die Burgruine Hohenneuffen heute

• ist die größte Ruine der Schwäbischen Alb,
• ist nach dem Hohentwiel bei Singen die zweitgrößte Burganlage in Süddeutschland,
• ist mit knapp 350.000 Besuchern ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel,
• ist geographisch interessant wegen der Spornlage am Steilabfall der Alb,
• ist geologisch aufschlußreich wegen des hier einst befindlichen Jurameeres mit seinen Funden, wegen des „Schwäbischen Vulkanes“ und der damit verbundenen „Geothermischen Tiefenstufe“,
• ist vor- und frühgeschichtlich interessant wegen des in nur 1 km entfernten keltischen Oppidums „Heidengraben“. Am Hang des Hohenneuffen wurde ein Brustgehänge aus Bronze aus der Urnenfeldzeit ( ca. 800 v. Christus) gefunden,
• wird auch bezeichnet als die „Wiege des Landes BW“, weil hier oben in einem Dreiländertreffen Vorgespräche geführt wurden, die 1952 zur Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg geführt haben,
• ist „historischer Boden“ wegen der 900-jährigen Burggeschichte mit vielen Höhen und Tiefen, wobei die größte Bedeutung der Burg während der Teilung Württembergs(1444 – 1448) war, als sie vorübergehend württembergische Residenz wurde (Graf Eberhard der Jüngere),
• ist heute bekannt für Rittermahlzeiten, Candlelight-Dinner und Parties aller Art mit exzellenter Gastronomie,
• wird immer beliebter wegen des beeindruckenden Ambientes als Stätte von Jubiläen, Jahrgangstreffs, Firmenausflügen, aber auch privaten Festen und Feier.
• ist auch sonst kulturell und kirchlich bekannt wegen des Kultursommerprogramms und der „Kirche im Grünen“.
Kurz: Der Hohenneuffen lohnt heute immer einen Besuch, sei es nun nur ein Abstecher, ein Ausflug oder aber ein richtiger Urlaubsaufenthalt in Neuffen oder Umgebung, egal bei welchem Wetter, egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter.
Mit den Rittern auf der Burg
Veranstaltung auf dem Hohenneuffen im Rahmen des Sommerferienprogramms der Stadt Neuffen 2013
Wie lebten einst die Ritter auf einer Burg wie dem Hohenneuffen? Wie schwer war ein Schwert, wie schwer ein Kettenhemd? Wie kleidete man sich damals im Mittelalter? Wer war Her Gotfrit von Nifen? Antworten auf diese und viele andere interessante Fragen wollen wir euch in lustiger Runde auf der Burg Hohenneuffen geben. Damit die tapferen Knappen und holden Maiden nicht hungern müssen, wird ein Vesper gereicht.
Termin: Samstag, 3. August 2013, 10.00 – ca. 13.00 Uhr
Alter: 8 bis 16 Jahre
Max. Teilnehmerzahl: 20
Teilnehmergebühr: 2,50 € (für Vesper und Getränke)
Veranstaltungsort: auf dem Hohenneuffen
Treffpunkt: auf dem Schwarzen Turm (vor dem Haupttor)
Veranstalter: Burgführer Hohenneuffen in Zusammenarbeit mit den Schwabenrittern, Ritter Andreas "Kyfer" von Tiefenbach, Telefon 75 67, oder Knecht Gerd von Nifen, Telefon 77 92
Anmeldung: nur über die Anmeldezettel der Stadt Neuffen
Rückblick Sommerferienprogramm
Mit den Rittern auf der Burg
Unter diesem Motto luden die Hohenneuffen-Burgführer und die Schwabenritter aus Beuren am 27. Tage im Monat August, einem Montag, auf die Burg Hohenneuffen. 25 Kinder und Jugendliche aus Beuren und Neuffen folgten diese Einladung und wurden vormittags Schlag 10 von den Rittern und ihrem Gesinde auf dem Schwarzen Turm begrüßt.
Nach einer kurzen Einführung in die Benimmregeln im Mittelalter und den etwaigen Folgen eines Verstoßes dagegen demonstrierten die Ritter kurz ihre Kampfeskunst mit dem Schwert. Als den Kämpfern nach kurzer Zeit die Luft ausging und der Burgfrieden wieder hergestellt war, begab man sich unter der Führung des Ritters von Tiefenbach zu einer Erkundungstour durch die Burg. Dabei erfuhren die interessierten Zuhörer so mach Wissenswertes aus der Geschichte der Burg und ihrer Bewohner.
Sage vom Blaumännle
Auf Neuffens Markung befinden sich zwar nur noch wenige Getreidefelder, aber das reife Getreide will dennoch geerntet werden. War dies einst mühevolle, schweißtreibende Handarbeit, so erledigt dies heute der Mähdrescher im 10. Teil der Zeit. Zudem ist unser Ort von Streuobstwiesen umgeben - noch. Doch das Pflücken oder Auflesen der süßen Früchte ist eine Arbeit, die kaum noch jemand verrichten will und die auch noch schlecht entlohnt wird. Wenn man sich dies überlegt, kommt einem immer im August, wenn die Zeit der Ernte näher rückt, unwillkürlich eine Geschichte aus uralten Zeiten in den Sinn: die Sage vom Blaumännle. Deshalb sei sie hier erzählt.
Die Sage vom Neuffener Esel
Seit alters her sind die Neuffener die „Esel". Zumindest in den Nachbarorten weiß das (fast) jeder. So wie die Beurener „Mucka", die Owener „Moiekäfer" oder die Oberensinger „Sandhase" sind.
Doch wie kamen die Neuffener zu diesem Spott- oder Necknamen? Das weiß kaum einer; sogar manch alter Neuffener muß da passen. Deshalb hier die Geschichte dazu, die sich im 30-jährigen Krieg auf dem Hohenneuffen zugetragen haben soll, als die Festung bekanntlich fast 15 Monate belagert wurde. . .
Thematische Schwerpunkte einer Führung auf dem Hohenneuffen
Keine Burgführung auf dem Hohenneuffen gleicht der anderen; je nach Jahres- und Tageszeit, Witterung, Zusammensetzung und Interessenlage der zu führenden Personen, aber natürlich auch je nach Burgführer, können ganz verschiedene Inhalte zur Vergangenheit und Gegenwart der Burg zur Sprache kommen. I.a. werden unsere Burgführer jedoch folgende Tatsachen und Fakten, historisch Belegtes und Bedeutsames, auf Nachfrage aber auch weniger Bekanntes, während des Rundganges durch die Burg vortragen:
- die geologischen Grundlagen
- die erste Burganlage
- die Ausbauphasen der Burg
- die ersten Herren von Neuffen
- das Geschlecht der Edlen von Neuffen
- Minnersänger Gottfried von Neuffen
- das mittelalterliche Leben auf einer Burg
- die württembergischen Grafen und Herzöge als Herren von Neuffen
- der Hohenneuffen im Bauernkrieg
- der Hohenneuffen im 30jährigen Krieg
- die letzte, barocke Ausbauphase im 18. Jahrhundert
- die Schleifung der Festung und der Zerfall zur Ruine
- das Treffen auf dem Neuffen zur Gründung des Südweststaates
- die berühmten und bekanntesten Gefangenen
- die Eselssage
Wenn Ihnen dabei etwas unklar ist und Sie mehr dazu wissen möchten, fragen Sie nach. Unsere mit sehr vielen Aspekten zur Burg und zur Burggeschichte vertrauten Burgführer werden Ihnen sicherlich erschöpfend Auskunft geben können.